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Pilze sind in der Umwelt weit verbreitet. Man findet sie in der Erde, im Wasser sowie an Pflanzen und Tieren in der freien Natur. Von den ungefähr 50.000 verschiedenen Arten, die zum Reich der Pilze zählen, wurden bisher weniger als 300 Arten für Infektionen im Menschen verantwortlich gemacht. Unter diesen pathogenen Arten verursachen weniger als ein Dutzend weit über 90% der Infektionen.

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Pilzinfektionen der Haut werden Dermatomykosen genannt und gehören zu den häufigsten Krankheiten überhaupt. Ungefähr 25% der Bevölkerung sind davon betroffen. Voraussetzung für die meisten Infektionen ist eine geschwächte Abwehrkraft des Menschen sowie die Verschiebung des Gleichgewichtes innerhalb der natürlichen Hautflora. Die Ursachen dafür können vielfältig sein.  

Findet ein Pilz diese für ihn günstigen Bedingungen vor, steht seiner Ausbreitung nichts mehr im Wege. Wie tief ein Pilz in die Haut eindringen kann, hängt bei intakter Haut vom Pilztyp ab. Viele Pilze finden für sich optimale Bedingungen direkt in der Hornschicht der Haut oder an Haaren und Nägel, da sie keratinhaltiges Gewebe bevorzugen. Diese Pilze können bei intakter Immunabwehr nicht in lebendes Zellmaterial einwandern. Einige Pilze können von außen nach innen durch die verschiedenen Schichten der Epidermis und tiefer wandern. Andere gelangen über die Haarschäfte bis in die Lederhaut. Offene Wunden erleichtern ebenfalls die Ausbreitung in tiefere Schichten der Haut. Als Resultat der Pilzinvasion folgt in der Regel eine Entzündungsreaktion des Menschen.