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Eine der häufigsten gynäkologischen Infektionskrankheiten ist die Infektion von Vulva und Vagina durch Hefepilze - auch als vulvovaginale Candidiasis oder vulvovaginaler Soor bezeichnet. Verursacher ist zu 80% der Hefepilz Candida albicans. Genitale Hefepilzinfektionen

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beim Mann verursachen eine Entzündung der Eichel, die als Balanitis bezeichnet wird. Im Gegensatz zur Vulvovaginitis tritt die Balanitis sehr viel seltener auf. Beide Infektionen sind nicht besonders gefährlich, aber sehr unangenehm.

Gynäkologische Pilzinfektionen zählen, obwohl sie auch sexuell übertragbar sind, nicht zu den Geschlechtskrankheiten. Pilze holt man sich nicht, Pilze hat man. Hefepilze leben normalerweise unbemerkt inmitten der natürlichen Mikroflora der Vaginalschleimhaut. Die Mikroflora hält das saure Scheidenmilieu aufrecht und damit die Hefen in Schach. Gerät das natürliche Gleichgewicht aber durcheinander, so ergreifen die Pilze die Chance sich unkontrolliert zu vermehren. Spätestens nach drei Tagen sind die quälenden Symptome da: Juckreiz, starkes Brennen, vermehrter Ausfluss, Rötung und Schwellung des betroffenen Gewebes. Der Pilz ist hartnäckig und muss schnell behandelt werden, da er von alleine in der Regel nicht wieder verschwindet.

Gynäkologische Pilzinfektionen sind die Antwort des Körpers auf Einflüsse von innen und außen. Oft sind hormonelle Veränderungen, z. B. eine Schwangerschaft oder die Einnahme Oraler Kontrazeptiva, der Auslöser. Den gleichen Effekt können auch Stress, psychische Belastung, Diabetis, sowie enge, synthetische Kleidung und falsche Ernährung haben. Die Einnahme von bestimmten Medikamenten, z.B. Antibiotika, oder übertriebene Hygiene können die natürliche Mikroflora der Vaginalschleimhaut aus dem Gleichgewicht bringen. Krankheiten, die unsere Immunabwehr schwächen, machen uns ebenfalls besonders empfänglich für Pilzinfektionen.
Solch eine Pilzinfektion machen drei von vier Frauen mindestens einmal in ihrem Leben durch, viele auch öfters. Um rekurrierende Infektionen zu verhindern, sollten die Ursachen und Risikofaktoren eliminiert bzw. behandelt werden.

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